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Kunst Blunzn
von Mathias Lefèvre
Es handelt sich um ein Theaterstück von Mathias Lefèvre. Zu sehen ist der Monolog erstmals in der Kapelle des Nitsch Museums. Gespielt von Günter Franzmeier in einer Inszenierung von Ursula Leitner.
Uraufführung
Willi war Fleischhauer, doch dann musste er das Familienunternehmen schließen. Die Großkonzerne waren übermächtig. Nach einigen Supermarktjobs und einer Umschulung zum „Käsesommelier“ arbeitet er jetzt, mit 57, als Aufseher im Hermann Nitsch-Museum. „Mit Kunst kenne ich mich nicht aus, aber der Herr Krawetz hat gemeint, ich bin der perfekte Museumswärter, weil der Herr Nitsch hat auch mit Blut gearbeitet, wie ich.“ Im Museum hat er viel Zeit sich seine Gedanken zu machen. Über Blut, Nitsch und die Leistungsgesellschaft. Eine humorvolle Auseinandersetzung mit unserem wirtschaftlichen System und der Zeit in der wir leben. Mit Günter Franzmeier als Willi. Inszenierung Ursula Leitner.
Warum kostet ein Bild von Hermann Nitsch, das unter anderem mit Blut gemalt wurde, 200.000 Euro, während ein Kilo Blutwurst gerade mal 15 Euro wert ist? Der traditionelle Fleischhauer, der von industriellen Konkurrenten verdrängt wird. Im Museum begegnet er einer Kunstpraxis, in der das identische Material, nämlich Blut, künstlerisch aufgeladen und gewinnbringend verwandelt wird.
Zwischen Fassungslosigkeit, Eifersucht und stiller Bewunderung denkt er über verpasste Chancen und gesellschaftliche Wertmaßstäbe nach.
Soziale Umbrüche, Wertewandel und die Frage, wer oder was ist wichtig, und worauf kann eine Gesellschaft nicht verzichten? Wo soll das Blut hin, in die Wurst oder auf die Leinwand?
Mitwirkende
Karten
28 Euro
Zusatzinformationen
Öffentlich gut erreichbarInfo
Produktionsleitung
+43-681-20 88 42 66
Künstlerische Leitung
Ursula Leitner
Veranstalter/in
P026-WE26
Öffnungszeiten
Vergangene Termine
Keine weiteren Termine
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